A M   R A N D E   D E R   N A C H T

A M   R A N D E   D E R        N A C H T

Meine Stube und diese Weite,
wach über nachtendem Land, -
ist Eines. Ich bin eine Saite,
über rauschende breite
Resonanzen gespannt.

Die Dinge sind Geigenleiber,
von murrendem Dunkel voll;
drin träumt das Weinen der Weiber,
drin rührt sich im Schlafe der Groll
ganzer Geschlechter .... .
Ich soll
silbern erzittern: dann wird
alles unter mir beben,
und was in den Dingen irrt,
wird nach dem Lichte streben,
das von meinem tanzenden Tone,
um welchen der Himmel wellt,
durch schmale, schmachtende Spalten
in die alten
Abgründe ohne
Ende fällt ...

Rainer Maria Rilke
1875 - 1926

Am Rande der Nacht | 2010 | triptych
Am Rande der Nacht | 2010 | triptych

oil on canvas | 70 x 180 cm

press to zoom
Am Rande der Nacht | 2009 | Poyptych
Am Rande der Nacht | 2009 | Poyptych

oil on canvas | 190 x 450 cm | collectie Nwe Luxortheater, Rdam

press to zoom
Am Rande der Nacht | 2009 | diptych
Am Rande der Nacht | 2009 | diptych

oil on canvas | 70 x 120 cm | private collection

press to zoom
Am Rande der Nacht | 2010 | triptych
Am Rande der Nacht | 2010 | triptych

oil on canvas | 70 x 180 cm

press to zoom